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Der Einfluβ der Histopathologie auf die Rezidivwahrscheinlichkeit bei Patienten mit nichtseminomatösen Hodenkarzinomen im Stadium I nach alleiniger Orchiektomie

Der Einfluβ der Histopathologie auf die Rezidivwahrscheinlichkeit bei Patienten mit nichtseminomatösen Hodenkarzinomen im Stadium I nach alleiniger Orchiektomie

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Bislang bestand die Standardtherapie fur nichtseminomatose Hodentumoren im Stadium I in Orchiektomie, gefolgt von entweder retroperitonealer Lymphknotendissektion oder Bestrahlung der retroperitonealen Lymphknoten [1. 2]. Mit der Entwicklung kurativer Chemotherapieprotokolle fur metastasierte Stadien wurde allerdings die Notwendigkeit der routinemasigen Lymphknotendissektion mit ihrer hohen Rate an Ejakulationsverlust sowie die prophylaktische Radiotherapie zunehmend in Frage gestellt [3–5]. In ersten, kleinen klinischen Studien, in denen Patienten im Stadium I nach Orchiektomie lediglich engmaschig uberwacht wurden, betrug die Rezidivrate 17%-41% [6–11]. Die meisten Rezidive wurden fruh genug erkannt und konnten durch Chemotherapie kurativ behandelt werden. Allerdings blieb noch unklar, wie sich die Rezidivhaufigkeit nach einem langeren Nachbeobachtungszeitraum (mehr als 18 Monate) entwickelt, und ob es Untergruppen von Patienten gibt, die ein besonders hohes Rezidivrisiko haben. Im Januar 1984 begann daher das Medical Research Council eine prospektive multizentrische Studie fur Patienten mit nichtseminomatosen Hodentumor im Stadium I mit engmaschiger Nachbeobachtung nach alleiniger Orchiektomie. Gleichzeitig wurden alle Patienten, die vor Januar 1984 mit alleiniger Orchiektomie behandelt worden waren, in einer retrospektiven Studie hinsichtlich ihrer Risikofaktoren fur ein Rezidiv analysiert. Im nachfolgenden werden die Ergebnisse dieser retrospektiven Studie dargestellt.

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