Optimales Timing der Tiefen Hirnstimulation bei M. Parkinson
Optimales Timing der Tiefen Hirnstimulation bei M. Parkinson
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Original abstract
Die Tiefe Hirnstimulation (THS) gilt als bedeutendste Entwicklung in der Behandlung des idiopathischen Parkinson-Syndroms (IPS) seit der Einfuhrung von Levodopa. Bisher wurde die THS beim IPS allerdings erst im weit fortgeschrittenen Krankheitsstadium als Ultima Ratio zur Behandlung medikamentos austherapierter, schwerer motorischer Fluktuationen und Dyskinesien oder medikamentenrefraktarer Tremores eingesetzt. Oft hat die Erkrankung jedoch bereits in mittleren Krankheitsstadien erhebliche psychosoziale Auswirkungen und fuhrt z. B. durch Berufsunfahigkeit oder soziale Isolation zu einer deutlichen Einschrankung der Lebensqualitat. Neuere Studienergebnisse zeigen, dass eine THS des Nucleus subthalamicus (STN) im Vergleich zur medikamentosen Therapie die Lebensqualitat auch bei Patienten mit motorischen Komplikationen in fruheren Stadien signifikant und relevant verbessern kann. Zur moglichst langfristigen Erhaltung der Lebensqualitat ist deshalb die STN-THS bereits in fruheren Krankheitsstadien nach dem Auftreten von motorischen Komplikationen als Therapieoption in Betracht zu ziehen.