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Das Verhältnis von Abtreibung und Transplantation fetalen Hirngewebes: Eine Mittel-Zweck-Beziehung?

Das Verhältnis von Abtreibung und Transplantation fetalen Hirngewebes: Eine Mittel-Zweck-Beziehung?

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Original abstract

Eines der zentralen Argumente fur eine grundsatzliche Ablehnung von fetalen Hirngewebetransplantationen z.B. bei schweren Formen der Parkinsonkrankheit ist die vermeintliche Verzweckung der Abtreibung des Fetus. Die hier zu klarende Frage ist, ob das Verhaltnis von Abtreibung und Transplantation wirklich grundsatzlich eine Mittel-Zweck-Beziehung darstellt. Im vorliegenden Aufsatz wird dies anhand der Kriterien ,direkte Zweckgerichtetheit’ und ,Zweckgebundenheit’ eines Mittels uberpruft. Wie die Analyse zeigen kann, mus bei der Beantwortung der Ausgangsfrage zwischen der zur Zeit ublichen und durch strenge ethische Auflagen beschrankten experimentellen Einzelfallanwendung und einer potentiellen Massenanwendung der Methode differenziert werden. Im ersten Fall gewahrleisten die Richtlinien eine prinzipielle Trennung beider Handlungen und lassen weder eine grundsatzliche direkte Zweckgerichtetheit noch eine Zweckgebundenheit der Abtreibung hinsichtlich der Transplantation erkennen. Die wahrscheinlichen Folgen einer Massenanwendung verandern diese Einschatzung jedoch. Hier ist aus diversen technischen, logistischen und psychologischen Grunden damit zu rechnen, das eine scharfe Trennung beider Handlungen nicht mehr moglich sein wird. Das Argument ,schlechtes Mittel fur einen guten Zweck’ kann somit zwar nicht grundsatzlich gegen jede Behandlung schwerer Einzelfalle mit fetalen Transplantaten (z.B. von Parkinson) angefuhrt werden, es weist aber zu Recht auf massive Probleme einer Ausweitung dieser experimentellen Therapie hin.

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