Nicht-epileptische motorische Phänomene im Schlaf
Nicht-epileptische motorische Phänomene im Schlaf
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Original abstract
Paroxysmale motorische Phanomene im Schlaf sind haufig. Differenzialdiagnostisch mussen sie von schlafgebundenen epileptischen Anfallen abgegrenzt werden. Non-REM-Parasomnien sind durch ein unvollstandiges Erwachen aus dem Tiefschlaf mit eingeschrankter Interaktionsfahigkeit gekennzeichnet und werden klassifiziert in verwirrtes Erwachen, Schlafwandeln und den Pavor nocturnus. Schlafwandeln kann zu inadaquaten Handlungen und Selbstgefahrdung durch Unfalle fuhren. Die REM-Schlaf-Verhaltensstorung ist meistens mit neurodegenerativen Erkrankungen wie M. Parkinson assoziiert, kann diesen aber um viele Jahre vorausgehen. Typisch sind ruckartige Bewegungen wahrend des REM-Schlafs. Nach Erwecken erinnern die Betroffenen haufig einen handlungsreichen Traum, oft mit aggressivem Inhalt. Pathophysiologisch liegt eine fehlende Muskelatonie im REM-Schlaf zugrunde. Periodische Beinbewegungen im Schlaf finden sich bei der Mehrzahl der Patienten mit Restless-legs-Syndrom, kommen aber auch unabhangig davon vor. Sie haben nur dann Krankheitswert, wenn sie mit gestortem Schlaf verbunden sind. Schlafassoziierter Bruxismus kann zu relevanten Zahnschaden fuhren, die Knirschgerausche werden vom Bettpartner meist als sehr storend empfunden. Rhythmische Bewegungen in der Einschlafphase entstehen wahrscheinlich als Form der Autostimulation mit beruhigendem Effekt bei Kleinkindern und Menschen mit kognitiven Behinderungen, konnen sich aber als schlafbezogene rhythmische Bewegungsstorung verselbststandigen, zu Einschlafstorungen und Storung von Mitschlafern fuhren. Hypnagoger Fustremor (HFT), alternierende Beinmuskelaktivierung im Schlaf (ALMA) und Einschlafmyoklonien haben meist keinen Krankheitswert.