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Modulierbarkeit von Zeitwahrnehmung durch Tiefe Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus bei Patienten mit Morbus Parkinson

Modulierbarkeit von Zeitwahrnehmung durch Tiefe Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus bei Patienten mit Morbus Parkinson

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Motorisches Timing ist ein bedeutsamer Aspekt der Basalganglienfunktion. Auch die Zeitwahrnehmung kann bei Basalganglienerkrankungen wie M. Parkinson (MP) beeintrachtigt sein, was nahe legt, dass die Basalganglien in der kognitiven Reprasentation von Zeitraumen beteiligt sind. Eigene Vorarbeiten zeigen, dass sich exekutiv-kognitive Funktionen durch Tiefe Hirnstimulation (THS) des Nucleus subthalamicus (STN) frequenzabhangig modulieren lassen. Unbekannt ist, inwiefern bei MP auch Zeitwahrnehmung durch STN-THS modulierbar ist. Daher untersuchten wir ein Zeitproduktions- und Zeitreproduktionsparadigma fur Zeitintervalle von 5 und 15 Sekunden, Fingertapping (Interstimulus-Intervall 800 Millisekunden) und Zeitdiskrimination fur den Bereich um 1200 Millisekunden in einem doppel-blinden randomisierten Experiment bei 12 MP-Patienten im Vergleich zu 12 gesunden Probanden. Die MP Patienten wurden mindestens drei Monate nach Implantation von Stimulationselektroden in den STN im medikamentosen „OFF“ untersucht. Randomisiert wurden die Stimulationseinstellungen „AUS“, 10Hz und ≥130Hz verwendet. Bei den Patienten zeigte sich eine statistisch signifikante Unterschatzung der Zeitproduktion und Reproduktion insbesondere des 15 Sekunden Intervalls und eine signifikante Verstarkung dieses Effekts durch die niederfrequente Stimulation sowohl im Vergleich zur ≥130Hz Stimulation, als auch im Vergleich zu keiner Stimulation. Beim Fingertappen und der Zeitdiskriminationsaufgabe fur den 1200 Millisekundenbereich zeigte sich hingegen keine frequenzabhangige Modulierbarkeit. Diese Ergebnisse zeigen eine frequenzabhangige Modulierbarkeit durch STN-THS von Zeitreprasentation im 5 bis 15 Sekunden Bereich jedoch nicht fur Timing-Funktionen im Einsekunden Bereich. Die Basalganglien scheinen daher an der kognitiven Reprasentation von langeren Zeitraumen beteiligt zu sein, welche sich durch STN-THS modulieren lasst.

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