Demenz aus neuromorphologischer Sicht
Demenz aus neuromorphologischer Sicht
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Original abstract
Mit steigender Lebenserwartung der Menschen nimmt die Haufigkeit der zu einer Demenz fuhrenden degenerativen Erkrankungen zu. Die Ursachen dieser Krankheiten sind unbekannt; therapeutische Konzepte zu ihrer Uberwindung fehlen. Zahlenmasig tritt der Morbus Alzheimer ganz in den Vordergrund. Etwa 60% aller prasenilen und senilen Demenzen werden allein durch diese Krankheit verursacht (Mann 1985). Auch die Parkinson-Krankheit ist in vielen Fallen mit mehr oder weniger auffalligen Einbusen intellektueller Fahigkeiten verbunden (Mayeux et al. 1981; Cummings 1988). Viele Falle mit klinisch nachgewiesener Demenz zeigen keine der kennzeichnenden Hirnveranderungen des Morbus Alzheimer oder anderer bekannter und zur Demenz fuhrenden Erkrankungen. Mit Hilfe neuartiger Silberimpragnationsmethoden gelingt es in vielen derartiger Falle, argyrophile Kornchen im Neuropil umschriebener Bereiche des Gehirns nachzuweisen (Braak u. Braak 1989; Itagaki et al. 1989; Ulrich 1989).