Nicht-invasive Hirnstimulation: Neuromodulation durch transkranielle elektrische Stimulation und deren Wirkung auf neuropsychologische Erkrankungen
Nicht-invasive Hirnstimulation: Neuromodulation durch transkranielle elektrische Stimulation und deren Wirkung auf neuropsychologische Erkrankungen
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Original abstract
Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) kann durch Erhöhung (anodale tDCS) oder Verringerung (kathodale tDCS) der Erregbarkeit von Neuronen die Aktivität verschiedener Gehirnregionen modulieren. Stimulationseffekte sind abhängig von der Elektrodenposition und -größe, Dauer und Stromstärke der tDCS. Diese Überblicksarbeit behandelt Gedächtnis- und Sprachstudien mit gesunden Probanden und Patienten (Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, Aphasie). Anodale Stimulation führt im Allgemeinen zu Leistungsverbesserungen, nach kathodaler Stimulation wurden häufiger keine Effekte oder Leistungsverschlechterungen beobachtet. Weitere Untersuchungen sollten die Wechselwirkung der Stimulationsparameter bei tDCS und das Potential transorbitaler Wechselstromstimulation (tACS) betrachten, die möglicherweise zu länger anhaltenden Stimulationseffekten führt. Stabile Gesichtsfeldverbesserungen von Patienten mit Nervus opticus Läsionen wurden im 2-Monate-Follow-up nach 10-tägiger tACS beobachtet. Es ist zu erwarten, dass nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren zunehmende Bedeutung in der klinischen Anwendung erhalten werden.