Molekulare Bildgebung in der Diagnostik von Demenzen
Molekulare Bildgebung in der Diagnostik von Demenzen
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Original abstract
ZusammenfassungDurch die Entwicklung molekularer Marker der zerebralen Amyloidablagerung in vivo hat die Positronenemissionstomografie (PET) eine zentrale Rolle für die Definition präklinischer und prädemenzieller Stadien der Alzheimer Krankheit erlangt. Darüber hinaus haben länger etablierte nuklearmedizinische Marker eine wichtige Funktion bei der Differenzial- und Frühdiagnose demenzieller Erkrankungen. Untersuchungen mit FDG-PET zeigen typische Muster eines kortikalen Hypo metabolismus, der die Ausprägung kognitiver Defizite in klinischen Verlauf prädiziert und eine hohe diagnostische Trennschärfe zwischen Frühstadien einer Alzheimer Krankheit und einer Erkrankung aus dem Formenkreis der frontotemporalen Lobärdegenerationen aufweist. Dopamin-PET, Dopamintransporter-SPECT und Dopaminrezeptor-Tracer für PET und SPET sind frühe Indikatoren einer extrapyramidalmotorischen Beteiligung beim Parkinson-Syndrom. Der Beitrag erläutert die technischen Grundlagen der Verfahren und wesentliche klinische Befunde sowie diagnostische Anwendungen aus monozentrischen und multizentrischen Studien für die Früh und Prädemenzdiagnostik. Besonderes Gewicht legen wir auf die klinische Frage, die ein molekularer Marker beantworten kann, und die methodischen und heuristischen Grenzen der Verfahren, die insbesondere gegen einen unkritischen Einsatz der demnächst klinisch verfügbaren Amyloid-PET-Tracer für das Screenen asymptomatischer Personen außerhalb klinischer Studien sprechen.