�ber das Rauwolfia-Alkaloid Reserpin (Serpasil) in der Psychiatrie
�ber das Rauwolfia-Alkaloid Reserpin (Serpasil) in der Psychiatrie
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Original abstract
Es wird uber die Fortsetzung der klinischen Prufung des Rauwolfia, Alkaloides Reserpin (Serpasil) berichtet. Die neuen Untersuchungen unserer Klinik erstreckten sich uber 8 Monate und umfasten 179 abgeschlossene Kuren mit Serpasil. Es wurden behandelt: Akute und chronische Schizophrenien mit verschiedenen Hauptsymptomen, leukotomierte Schizophrene mit Rezidiven, manische und depressive Verstimmungen verschiedener Atiologie, Ausnahmezustande bei Psychopathen, Alkoholikern und anderen psychiatrisch Kranken. Als wesentlichstes Phanomen psychiatrischer Wirksamkeit zeigte sich die Sedation, besonders in der schlafreichen Initialphase. Die selektive Stammhirnwirkung wird diskutiert. Vorlaufige Indikationen sind: Erregungszustande jeder Genese, Spannungen, innere Unruhe, Stupor, Negativismus, Verstimmungen und Zwangsimpulse. Kontraindiziert ist Serpasil bei Ulcus ventriculi et duodeni und Thrombosen. Sorgfaltige Beachtung korperlicher Komplikationen ist notwendig. Als zweckmasige Dosierung ergab sich 2×2,5 mg—2×5 mg i.m. bis zur anhaltenden Besserung der Hauptsymptome, dann Ubergang auf Tabletten-Medikation mit langsamem Reduzieren der Dosis (von 2×5 bis 2×1 mg Tabletten pro die). Die somatischen Begleiterscheinungen werden ausfuhrlich dargestellt. Im Vordergrund stehen Kreislaufsymptome, die keine unuberwindliche Schwierigkeit bedeuten und einzelne extrapyramidale und vegetative Symptome bis zur Ausbildung eines (reversiblen) Parkinson-Syndroms.