Dopaminerge Wirkmechanismen des Schlafentzugs
Dopaminerge Wirkmechanismen des Schlafentzugs
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Nachdem Randrup und Mitarbeiter (1975) die Dopaminhypothese der Depression formuliert hatten, gab es zahlreiche Bemuhungen, dieses Konzept zu verifizieren oder zu falsifizieren. Im folgenden sollen einige wesentliche Befunde dargestellt werden, die geeignet sind, die besondere Rolle dopaminerger Systeme bei depressiven Erkrankungen und Suizidalitat zu untermauern: 1. Dopaminverarmung im N. caudatus und N. accumbens bei Versuchstieren mit erlernter Hilflosigkeit (Anisman et al. 1979 a, b). 2. Das Dopamin-Analogon Alpha-Methyldopa, ein Antihypertensivum, kann — wie Reserpin — depressiogen wirken (Mc Kinney und Kane 1967, Randrup et al. 1975, Willner 1983 a, b). 3. Der Morbus Parkinson mit Degeneration des nigrostriatalen dopaminergen Systems und Verlust limbischer und corticaler Projektionen weist in ca. 40–50% der Falle eine Komorbiditat mit Depression auf (Cummings 1985, Mayeux 1990). 4. Psychopharmaka mit vorwiegend dopaminerger Wirkung, wie z. B. Amphetamin, Nomifensin, Bromocriptin, Bupropion und Selegilin, haben antidepressive Effekte (Muscat et al. 1992, Ubersicht bei Kapur und Mann 1992). 5. Das therapeutische Ansprechen auf Selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRI) korreliert mit einem Abfall der Homovanillinsaure (HVA) im Plasma (Salzman et al. 1993). 6. Verminderte Ausscheidung von Dopamin-Metaboliten bei depressiven Patienten mit Suizidversuchen (Roy et al. 1992).