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Hypothesen zur molekularen Pathogenese der Parkinson-Krankheit

Hypothesen zur molekularen Pathogenese der Parkinson-Krankheit

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Es gibt zwar selten vorkommende familiare Formen des IPS, bei denen zum Teil die Gen-Mutationen und die mutierten Proteine bekannt sind (Tab. 1.2, Kap. 1.3), die grose Mehrzahl der Falle tritt aber sporadisch auf. Man geht davon aus, dass dies etwa 95 Prozent aller Falle des IPS sind. Die Ursache(n) dieses sporadischen IPS ist (sind) bis heute unbekannt. Wahrscheinlich spielen sowohl exogene (z. B. Umwelttoxine) als auch endogene Faktoren (altersabhangige Prozesse, Personlichkeit, genetische Pradisposition, besondere Vulnerabilitat der dopaminergen SN-Neuronen) in jeweils unterschiedlichem Ausmas fur die Entstehung der Erkankung eine Rolle. Die Entdeckung, dass MPTP ein Parkinson-Syndrom beim Menschen verursachen kann, und die Untersuchung der Frage, auf welche Weise MPTP dopaminerge Neuronen schadigt, haben jedoch das Verstandnis des Krankheits-prozesses im allgemeinen erweitert und molekulare Pathomechanismen aufgedeckt, die die Degeneration dopaminerger Neuronen erklaren konnen. Hierzu beigetragen hat aber auch die Erforschung der Wirkungsweise weiterer Neurotoxine (Eisen, 6-OHDA, exzitotoxische Aminosauren) und mutierter Genprodukte (α-Synuclein, Parkin). Diese Erkenntnisse waren die Grundlage fur die Aufstellung verschiedener Hypothesen zur molekularen Pathogenese der Parkinson-Krankheit und zur Entwicklung entsprechender neuroprotektiver Therapieansatze (Tab. 5.1). Auf die neuroprotektiven Thera-pieansatze werden wir ausfuhrlich im nachsten Kapitel eingehen.

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