Benchmarking in der Patientenversorgung
Benchmarking in der Patientenversorgung
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Original abstract
ZusammenfassungDepression ist die häufigste psychische Begleiterkrankung der Parkinson-Erkrankung mit einer Prävalenz von 40 bis 50% und führt zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität der Patienten. Die adäquate Versorgung der Patienten ist als unzureichend einzustufen. Ziel der Studie im Rahmen des Modellvorhabens „Benchmarking im Gesundheitswesen” (gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit) ist, die Behandlung und Versorgung von Parkinson-Patienten mit Depression zu verbessern. Das Vorhaben ist in drei Abschnitte gegliedert: 1. Pilotstudie: Erhebung der Häufigkeit der Depression und Beschreibung der Versorgung dieser Patienten sowie die Entwicklung eines validen und praktikablen Fragebogens. 2. Hauptstudie: Qualitätsmessung der Versorgung mittels Benchmarking an 20 Zentren (Kliniken, niedergelassene Neurologen) und Entwicklung eines Verhaltenstherapiemoduls. 3. Abschlussphase: Entwicklung eines Versorgungsalgorithmus für die tägliche Praxis. Die Pilotstudie wurde mit 70 Patienten durchgeführt. Das Vorkommen depressiver Symptome variierte erwartungsgemäß mit den eingesetzten Depressionsinventaren: Die Häufigkeit depressiver Symptome unabhängig von ihrem Schweregrad variierte von 40,6% (BDI) über 47,1% (MADRS) bis 52,2% (PHQ-D). Gemäß dem BDI wiesen 24,6% der untersuchten Patienten milde bis mäßige und 15,9% schwere depressive Symptome auf. 24,3% der Patienten erhielten eine medikamentöse antidepressive Therapie: 10,0% wurden mit tri- oder tetrazyklischen Antidepressiva, 8,6% mit SSRIs und 5,7% erhielten andere Antidepressiva. Von den Patienten mit gemäß dem BDI schwerer depressiver Symptomatik (n = 11) wurden nur 54,5% antidepressiv behandelt.Die Daten der Pilotstudie zeigen, dass die Versorgung von Parkinson-Patienten mit depressiven Symptomen nicht ausreichend ist.