Demenz bei Parkinson-Syndromen
Demenz bei Parkinson-Syndromen
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Original abstract
ZusammenfassungEine ausgeprägte Demenz früh im Verlauf bei einem Parkinson-Syndrom spricht gegen die Diagnosen Morbus Parkinson (idiopathisches Parkinson-Syndrom) und Multisystematrophie (MSA). Eine Vergesellschaftung von früher Demenz und Parkinson tritt bei der progressiven supranukleären Blickparese (PSP) und der kortikobasalen Degeneration (CBD) auf. Ein Parkinson-Syndrom mit Demenz kommt außerdem bei der diffusen Lewy-Körper-Krankheit (Lewy-Body-Demenz), spät im Verlauf beim Morbus Alzheimer, bei der subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie (vaskulärer Parkinsonismus) und beim Normaldruckhydrozephalus vor. Parkinson-Syndrom plus Demenz stellt ein therapeutisches Problem dar. Diese Patienten reagieren besonders schnell mit Verwirrtheit und exogenen Psychosen auf Antiparkinsonika. Neuroleptika sind bei bestehendem Parkinson-Syndrom kontraindiziert. Hier kommt den Cholinesterase-Hemmer eine neue Rolle zu, da sie nach jüngeren Studien die nicht-kognitiven Demenz-Symptome bessern, ohne das Parkinson-Syndrom zu verschlechtern.