Pharmakologie des Zentralnervensystems
Pharmakologie des Zentralnervensystems
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Original abstract
Zum Verstandnis der Wirkung der Pharmaka sind folgende pathophy- siologische Grundlagen wichtig: Bei Morbus Parkinson findet man eine Degeneration von Neuronen in der Substantia nigra. Der Funktionsausfall der Substantia nigra hat mehrfache Folgen: Rigor. Die Substantia nigra sendet eine inhibitorische Bahn zum (inneren) Pallidum. Durch Zusammenwirken von Pallidum und Thalamus wird ein wesentlicher Beitrag fur die Entstehung des Muskeltonus geleistet. Fallt die Inhibition dieses Systems durch die Substantia nigra aus, so nimmt der Tonus stark zu. Tremor. Im Thalamus befindet sich ein tremorgenetisches Gebiet, das im wesentlichen dem Nucleus ventralis intermedius entspricht. Die rhythmische Aktivitat des Gebietes wird zum Teil in der Formatio reticularis mesencephali et pontis umgeschaltet. In der Formatio reticularis unterliegt diese synaptische Umschaltung einer Inhibition durch eine Bahn aus der Substantia nigra. Fallt die Inhibition weg, wird die Ausbildung eines Tremors gefordert. Akinese. Von der Substantia nigra verlauft eine inhibitorische Bahn in das Corpus striatum (Putamen und Nucleus caudatus). Die Inhibition richtet sich gegen das Uberwiegen eines im Corpus striatum befindlichen cholinergen Systems. Das inhibitorische System selbst ist dopaminerg. Geht nun bei Morbus Parkinson die Funktion des inhibitorischen dopaminergen Systems zuruck, so uberwiegt das cholinerge System: Man beobachtet Akinese.