Gesundheitsversorgung aus dem Blickwinkel der Nutzenden: Menschen mit Parkinson-Krankheit erforschen Versorgungslage sowie eigene Bedürfnisse mittels Community Mapping (ParkNetz)
Gesundheitsversorgung aus dem Blickwinkel der Nutzenden: Menschen mit Parkinson-Krankheit erforschen Versorgungslage sowie eigene Bedürfnisse mittels Community Mapping (ParkNetz)
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Original abstract
Partizipative Gesundheitsforschung verfolgt das Ziel, die Menschen, deren Lebensbereiche erforscht werden, partnerschaftlich und in größtmöglicher Mitgestaltung in die Produktion neuer Erkenntnisse einzubeziehen. Dazu zählen neben Fachkräften der Gesundheitsversorgung explizit auch die Nutzenden dieser Leistungen, wie Menschen mit Erkrankungen. Bisher findet der partizipative Einbezug in der Versorgungsforschung in Deutschland jedoch noch wenig Umsetzung (Krieger & Nellessen-Martens, 2023). Ein Teilziel des Forschungsprojektes „Sektorunabhängige Vernetzung zur gesundheitsbezogenen Versorgung von Menschen mit Parkinson-Krankheit in Südniedersachsen (ParkNetz)“ ist es, in partizipativer Zusammenarbeit mit Menschen mit Parkinson-Krankheit aus dem Landkreis Hildesheim (1) ihre Perspektiven auf die regionale Versorgungslage kennenzulernen, (2) ihre Bedürfnisse für eine neue integrierte Versorgungsform zu erheben sowie (3) gemeinsam erste konkrete Veränderungen in der Versorgungspraxis zu initiieren. Mittels Community Mapping kartografierten acht Menschen mit Parkinson-Krankheit gemeinsam mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin ihre Erfahrungen mit der Gesundheitsversorgung, diskutierten die Erkenntnisse und stellten diese auf einem selbst organisierten Parkinson-Info-Tag vor. Die Ergebnisse fließen zudem in den Entwicklungsprozess einer neuen, integrierten Versorgungsform in der Region Südniedersachsen ein. Das Poster stellt das methodische Vorgehen sowie Potentiale und Herausforderungen des Community Mappings aus wissenschaftlicher/ nicht-wissenschaftlicher Perspektive dar. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mit der bisher wenig genutzten Methode Menschen zu ihrer eigenen Gesundheitsversorgung forschen können.