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Morbus Parkinson — Tiefe Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus

Morbus Parkinson — Tiefe Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus

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Dieses Kapitel gibt eine Ubersicht uber die klinische Wirksamkeit der tiefen Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus (STN) in der Behandlung der Parkinsonkrankheit. Dabei ist zu berucksichtigen, dass es sich um ein noch relativ junges Therapieverfahren handelt, das erstmals 1993 von Alim-Louis Benabid eingesetzt wurde [22]. Die beeindruckenden Therapieerfolge fuhrten dazu, dass es rasch von einer steigenden Zahl von Behandlungszentren aufgenommen wurde. Zum Teil wird es bereits jetzt als Therapie der Wahl zur Behandlung des Levodopa-Langzeitsyndroms sowie des medikamentos therapie- refraktaren Parkinsontremors angesehen. Um den genauen Stellenwert der STN-Stimulation in der Parkinsonbehandlung zu ermitteln, ist es jedoch wichtig, das gesamte Spektrum der Auswirkungen auf den Parkinsonkranken zu kennen. Hierzu gehoren nicht nur die unmittelbaren Effekte auf motorische und nichtmotorische Parkinsonsymptome, sondern auch der Einfluss auf den Krankheitsverlauf und besonders auf die komplexen Aspekte, welche die Lebensqualitat der Parkinsonkranken betreffen. In dieser Hinsicht sind bezuglich der kritischen Wertung der STN-Stimulation mehrere Phasen zu erkennen. Wahrend zunachst der Einfluss auf die motorischen Kardinalsymptome bzw. spezifischere motorische Leistungen im Vordergrund stand, folgten zunehmend Untersuchungen zu den neuropsychologischen Auswirkungen. Diesen schliest sich derzeit ein wachsendes Interesse an moglichen Auswirkungen auf neuropsychiatrische Nebenwirkungen an, besonders in Bezug auf das affektive und emotionale Erleben der Betroffenen. Die im Folgenden vorgestellten Ergebnisse geben somit nur eine Momentaufnahme eines wachsenden Kenntnisprozesses uber dieses Therapieverfahren wieder. Die Ergebnisse zur bilateralen Nucleus-subthalamicus-Stimulation der eigenen Arbeitsgruppe stammen aus einem Kollektiv von 69 Patienten, das im Zeitraum von 1998 bis 2002 in einer offenen prospektiven Studie uber mindestens sechs Monate untersucht wurde. Neun dieser Patienten wurden zudem in eine internationale prospektive Studie der Firma Medtronic (Advanced Parkinson’s disease postmarketing study — APDPMS) eingeschlossen, in die insgesamt 96 Patienten aus 18 Zentren eingingen [9]. Die demographischen Daten dieser Koln-Dusseldorfer Patienten sind in Tabelle 1 wiedergegeben.

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