RESEARCH / DISCOVERY
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Dopaminerg-, muscarinerg-, glutamaterg-und serotonerg-induzierte Psychosen. Zur Behandlung pharmakotoxisch bedingter, psychischer Störungen bei der Antiparkinson-Therapie

Dopaminerg-, muscarinerg-, glutamaterg-und serotonerg-induzierte Psychosen. Zur Behandlung pharmakotoxisch bedingter, psychischer Störungen bei der Antiparkinson-Therapie

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Der Morbus Parkinson ist nach der Demenz vom Alzheimer-Typ die vermutlich zweithaufigste neurodegenerative Erkrankung. Ihre Pravalenz betragt ca. 150 Patienten auf 100000 Personen der Allgemeinbevolkerung. Sie zeigt einen dramatischen Anstieg im hoheren Lebensalter mit einem Haufigkeitsgipfel in der 7. und B. Lebensdekade (Schoenberg 1986). Die Erkrankung geht mit einer Reihe von neuropsychiatrischen Defiziten einher. Diese sind Ausdruck der voranschreitenden Degeneration. Sie konnen aber auch Folgen der multimodalen medikamentosen Interventionen sein, die mit den zugrunde-liegenden pathophysiologischen Prozessen interagieren. Je nach eingesetzten diagnostischen Kriterien schwanken die Haufigkeitsangaben fur depressive Syndrome zwischen 15 und 30%, die fur dementielle Syndrome zwischen 10 und 80% (Gibb 1989). In ca. 20% komplizieren paranoid-halluzinatorische Syndrome den Therapieverlauf (Saint-Cyr et al. 1993). Eine Betrachtung der neuroanatomischen und neurochemischen Veranderungen beim Morbus Parkinson verspricht einen modellhaften Einblick in die Entstehung organisch bedingter psychischer Storungen.

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