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Tiefe Hirnstimulation bei Morbus Parkinson: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Tiefe Hirnstimulation bei Morbus Parkinson: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Die Tiefe Hirnstimulation (THS) stellt eine effektive und evidenzbasierte Therapieoption in der Behandlung der Parkinsonerkrankung dar. Studien haben belegt, dass die THS gute und langanhaltende Effekte auf die Motorik und die Lebensqualitat der Patienten in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium hat und einer rein medikamentosen Therapie uberlegen ist. Erst kurzlich konnte nun auch eine positive Wirkung der THS in einem fruheren Stadium der Erkrankung nachgewiesen werden. Dem stehen die Risiken und Nebenwirkungen des Verfahrens gegenuber, die sich als prozedural-assoziierte Komplikationen, wie Blutungen und Infek­tionen, aber auch als Therapie-assoziierte Phanomene, wie etwa neuropsychiatrische Storungen und motorische Nebenwirkungen, manifestieren konnen. Dieser Ubersichtsartikel fasst die Ergebnisse randomisierter, kontrollierter Studien zusammen. Danach ist die THS der besten medikamentosen Behandlung schon fruher im Krankheitsverlauf, namlich beim ersten Auftreten von Wirkfluktuationen oder Dyskinesien, uberlegen und kann somit schon zu diesem Zeitpunkt als Therapieoption in Erwagung gezogen werden. Die strenge Indikationsstellung ist ebenso wie der Ausschluss von Kontraindikationen fur den Erfolg der Intervention entscheidend. Die Wahl des Zielpunktes sollte sich an der individuellen Symptomauspragung des Patienten ausrichten, wobei sich der Nucleus subthalamicus (STN) als Standardziel etabliert hat. In jedem Fall mussen eine individuelle Abwagung von Chancen und Risiken erfolgen und mit dem Patienten eine realistische Zielsetzung sowie angemessene Erwartungen formuliert werden.

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