Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die Schlafqualität bei Morbus Parkinson
Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die Schlafqualität bei Morbus Parkinson
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Original abstract
Hintergrund: Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung der Welt. Oftmals wird die Erkrankung mit rein motorischen Symptomen assoziiert. So kommt es dazu, dass nicht-motorische Symptome wie beispielsweise Schlafstörungen, auch in der Physiotherapie häufig unterdiagnostiziert sind und unbehandelt bleiben. Dabei leiden etwa 60 bis 98 % der Parkinsonerkrankten an Schlafstörungen, welche zu einer schlechten Schlafqualität führen. Neben den pharmakologischen Therapiemaßnahmen gilt es bewegungsindizierte Maßnahmen im Sinne einer physiotherapeutischen Anwendung für die Erhaltung eines gesunden Schlafes genauer zu erforschen.Fragestellung: Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die Schlafqualität bei Morbus Parkinson zu ergründen. Durch die Untersuchung unterschiedlicher Interventionen, wie Krafttraining, aerobes Training, Yoga und Qi-gong, soll herausgefunden werden, ob jede Art von körperlicher Aktivität eine Verbesserung des Schlafes erzielen kann, um sie im physiotherapeutischen Setting an-wenden zu können.Ergebnisse: Eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Literatur ergibt, dass nicht alle körperlichen Aktivitäten eine signifikante Verbesserung des Schlafes bei Morbus Parkinson bewirken. Die Durchführung von aeroben Training und Yoga bringt nur eine geringe bis keine Verbesserung in Bezug auf die Schlafqualität. Hingegen erzielen Krafttraining und Qigong positive Effekte auf die Schlafqualität. Da die Kontroll-gruppe in manchen Studien auch aktive Behandlungsinterventionen durchführt, besteht oftmals eine Verbesserung der Schlafparameter innerhalb der Gruppen, aber nicht im Vergleich zwischen den Gruppen. Das weist darauf hin, dass auch die Maß-nahmen der Kontrollgruppe einen Einfluss auf die Schlafqualität haben.Conclusio: Anhand der aktuellen Studienlage zeigt sich, dass durch die Durchführung von körperlicher Bewegung ein positiver Effekt auf die Dopaminsynthese besteht. Dadurch können die Parkinsonerkrankten tagsüber wach bleiben und somit ist ein erholsamerer Nachtschlaf indiziert. Diese Erkenntnis unterstreicht die Bedeutung der Schlafqualitätsergründung bei Morbus Parkinson und betont die Wichtigkeit, die richtige aktiven physiotherapeutischen Maßnahmen auszuwählen, um eine ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten. In Zukunft gilt es weitere Untersuchungen in Hinblick auf die Auswahl der effektivsten, aktiven Behandlungsmaßnahmen zur Verbesserung der Schlafqualität bei Morbus Parkinson genauer zu ergründen, um evidenzbasierte Empfehlungen aussprechen zu können. Background: Parkinson's disease is the second most common neurodegenerative disease in the world. The disease is often only associated with motor symptoms. As a result, non-motor symptoms such as sleep disorders are often underdiagnosed, even in physiotherapy, and remain untreated. Around 60 to 98 % of Parkinson's patients suffer from sleep disorders, which lead to poor sleep quality. In addition to pharmacological therapeutic measures, movement-induced physiotherapeutic measures to maintain healthy sleep need to be investigated in more detail.Objectives: The aim of this study is to investigate the effects of physical activity on sleep quality in Parkinson's disease. By investigating different interventions, such as strength training, aerobic training, Yoga and Qigong, it is intended to find out whether each type of physical activity can achieve an improvement in sleep so that it can be used in a physiotherapy setting.Results: A review of the current literature shows that not all physical activities yield a significant improvement in sleep in Parkinson's disease. Aerobic training and Yoga only resulted in little to no improvement in terms of sleep quality. Strength training and Qigong, on the other hand, had positive effects on sleep quality. As the control group in some studies also underwent active treatment interventions, there was often an improvement in sleep parameters within the groups but not in the comparison between the groups. This indicates that the activities of the control group may also have an influence on sleep quality.Conclusion: Based on the current study situation, it could be shown that physical exercise has a positive effect on dopamine synthesis. As a result, Parkinson's patients can stay awake during the day and thus a more restful night's sleep can be indicated. This finding underlines the importance of sleep quality assessment in Parkinson's disease and the selection of the right active physiotherapeutic measures to ensure holistic treatment. In the future, further research into selecting the most effective active treatment measures to improve sleep quality in Parkinson's disease is needed to make evidence-based recommendations.