Klinische Dosierung und Wirkungsbreite des Atropins und Eines Synthetischen Tropasäureesters (Syntropan)
Klinische Dosierung und Wirkungsbreite des Atropins und Eines Synthetischen Tropasäureesters (Syntropan)
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Original abstract
Es wird uber die klinischen Erfahrungen mit einem neuen synthetischen atropinahnlich gebauten PraparatSyntropan berichtet. Die parasympathicushemmende Wirkung auf glattmuskulare Organe unterhalb des Zwerchfells ist gleich stark wie bei Atropin, wahrend die Wirkung auf die Pupille und Speichelsekretion weitgehend unterdruckt ist. Neben der Ausschaltung unangenehmer Nebenwirkung ist die geringere Nachhaltigkeit der Wirkung in vielen Fallen ein therapeutischer Vorteil. Infolge der hoheren Dosierungsmoglichkeiten bei Syntropan konnen kolikartige Schmerzen ohne Zusatz von Opiaten rein spasmolytisch bekampft werden. Wenn Konkrementverhaltung die Ursache der Kolik ist, gelingt die Ausstosung des Konkrementes in mehreren Beobachtungen fruh und erfolgreich. Bei sehr hoher Dosierung des Syntropans, die wir in der symptomatischen Behandlung des Parkinson bis 0,6 g pro die steigern konnten, war durch Dauerverabreichung des Mittels ohne storende Nebenerscheinungen eine wesentliche Besserung der Rigors und Tremors zu erzielen. Die wechselnde topische Wirkung und Dosierbarkeit des Pharmakons ist gut vereinbar mit der Annahme individueller Gleichgewichtslagen an den einzelnen Organen.