Über das Elektrokardiogramm und Vektorkardiogramm des Wolff-Parkinson-White-Syndromes
Über das Elektrokardiogramm und Vektorkardiogramm des Wolff-Parkinson-White-Syndromes
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Original abstract
23 Falle mit einem WPW-Syndrom wurden elektrokardiographisch und vektorkardiographisch untersucht. 14 gehorten zum Typ A und 9 zum Typ B. Bei 6 Fallen waren Untersuchungen mit und ohne WPW-Syndrom moglich. Die beiden Typen zeigten eine unterschiedlich raumliche Orientierung der Delta-Welle, des Hauptteiles und terminalen Teiles derQRS-Schleife. Auch die raumliche Orientierung derT-Schleife unterschied sich bei den beiden Typen. Beim Typ B war eine Diskordanz derT-Schleife immer, beim Typ A nur in der Halfte der Falle vorhanden. Der vektorkardiographische Befund spricht dafur, das die Vorauserregung beim Typ A im linken Ventrikel und beim Typ B im rechten Ventrikel startet. Die unterschiedlich haufige Diskordanz derT-Schleife bei den beiden Typen wird nicht allein auf die Grose der Delta-Welle zuruckgefuhrt, sondern ebenfalls als Ausdruck des verschiedenen ortlichen Erregungsablaufes bewertet. Bei allen 6 Fallen, bei denen Untersuchungen mit und ohne WPW-Syndrom vorliegen, war diePS-Strecke beim WPW-Schlag verkurzt, was darauf hinweist, das beim WPW-Syndrom auch die uber den aV-Knoten verlaufende Erregungswelle beschleunigt sein kann. Die starksten und charakteristischsten Veranderungen traten am zentrifugalen Schleifenteil vonQRS auf, jedoch war auch der terminale Schleifenteil verandert. Die Veranderung des terminalen Schleifenteils wird darauf zuruckgefuhrt, das die durch die Delta-Welle vorzeitig erregten Myokardabschnitte keine elektromotorischen Krafte mehr bilden, wenn die nachfolgende, uber den aV-Knoten verlaufende normale Erregungswelle die Kammern depolarisiert. Das Vektorkardiogramm enthalt im Prinzip keine neuen Befunde. Alle Veranderungen des Vektorkardiogramms sind auch im Elektrokardiogramm enthalten, jedoch stellt das Vektorkardiogramm verschiedene Befunde wie z. B. die Anderung der terminalen Vektoren deutlicher dar. Das Vektorkardiogramm erweist sich auf diese Weise als hervorragende Methode zum Verstandnis der elektrokardiographischen Veranderungen und zum Studium des Erregungsablaufes.