Palliativversorgung bei Parkinson
Palliativversorgung bei Parkinson
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Original abstract
Fragestellung: Brauchen Menschen mit fortgeschrittener Parkinsonerkrankung Palliativversorgung? Methodik: Literaturrecherche Ergebnisse: Dank groser Fortschritte in der Therapie gelingt es beim Morbus Parkinson zwar besser, die Spatphase der Erkrankung hinaus zu schieben, aber nicht, diese zu vermeiden. Die schwere Bewegungsstorung fuhrt zu einem zunehmenden Autonomieverlust und muss so lange wie moglich durch krankheitsspezifische Therapien verbessert werden. Symptome wie Schmerzen, Angst, Depression, Verwirrtheit etc. sind lindernden Therapien zuganglich. Sie mussen aber an die besondere Situation des Parkinsonerkrankten angepasst werden (Gerhard 2011). Beispielsweise verschlechtern viele Medikamente gegen Opioid bedingte Ubelkeit oder Verwirrtheit die Parkinsonsymptomatik. Parkinsonpatienten versterben haufig unerwartet an Infekten oder den Folgen von Sturzen. Sie versterben fast nie in Hospizen und auch seltener zu Hause, sondern meist im Pflegeheim oder im Krankenhaus und dort in den meisten Fallen nicht auf einer Palliativstation (Snell et al. 2009). Diesen Herausforderungen muss sich Palliative Care durch Vorhalten anderer Versorgungsstrukturen wie besipielsweise Hospizkonzepte im Pflegeheim, palliative Konsiliardienste im Krankenhaus und entsprechende Strukturen der ambulanten Palliativversorgung stellen. Die dort versorgenden Gesundheitsberufe sollten in der Palliativversorgung neurologischer Erkrankungen geschult sein. Zusammenfassung: Palliativversorgung bei Morbus Parkinson muss parallel zur krankheitsspezifischen Therapie angeboten werden und dabei an die besondere Krankheitssituation der Betroffenen angepasst werden. Palliativversorgung sollte die Betroffenen an dem Ort erreichen, wo sie leben und sterben und dies ist selten ein Hospiz oder eine Palliativstation.