Ausgeprägte orthostatische Hypotonie unter dopaminerger Therapie bei Morbus Parkinson
Ausgeprägte orthostatische Hypotonie unter dopaminerger Therapie bei Morbus Parkinson
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Seit einem Jahr befand sich der 68-jahrige Herr A. mit einem Morbus Parkinson in neurologischer Behandlung. Die zunachst mit Pramipexol (3-mal 0,7 mg) begonnene medikamentose Therapie wurde seit 6 Monaten mit L-Dopa (4-mal 100 mg L-Dopa/25 mg Benserazid) kombiniert. Auserdem erhielt der Patient aufgrund eines arteriellen Hypertonus Amlodipin, Captopril und Torasemid. Seit etwa 6 Monaten klagte der Patient am Tage uber Mudigkeit und Konzentrationsstorungen, welche vor allem postprandial auftraten. Dreimal war er gesturzt und hatte sich dabei Prellungen und Schurfwunden zugezogen. Es fehlte ihm die Erinnerung fur wenige Sekunden und er konnte nicht nachvollziehen, wie es zu den Sturzen gekommen war. Er habe sich jedoch selbstandig aufrichten konnen und sei sofort wieder orientiert und bewusstseinsklar gewesen. Aufgrund der Mudigkeit und der Sturze wurde ein Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung vermutet und eine zusatzliche Therapie mit einem Catechol-O-Methyltransferase(COMT)-Hemmer (Entacapon 200 mg) zu jeder L-Dopa Gabe initiiert. Unter diesem Regime verstarkten sich noch einmal die Symptome, sodass eine Einweisung in die Klinik zur Neueinstellung und Adaptation der Medikation erfolgte.