Hirnatrophische Prozesse bei Schizophrenen — Ein quantitativer Vergleich mit Parkinson- und Huntington-Erkrankung
Hirnatrophische Prozesse bei Schizophrenen — Ein quantitativer Vergleich mit Parkinson- und Huntington-Erkrankung
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Original abstract
In zahlreichen alteren [10, 11] und neueren [6, 8, 9, 12, 17] neuroradiologischen Veroffentlichungen wurde bei einem Teil schizophrener Patienten eine masige Erweiterung der inneren und der auseren Liquorraume beschrieben. Durch post-mortale morphometrische Untersuchungen an Gehirnen Schizophrener konnte nachgewiesen werden, das diese Erweiterungen der Liquorraume nicht durch eine allgemeine Hirnatrophie, sondern durch fokale degenerative Prozesse bestimmter Hirnteile (Hippokampusformation, Gyrus parahippocampalis, Mandelkern, Pallidum internum, Substantia nigra, periventrikulares dienzephales Grau, Balken) verursacht ist, wohingegen andere Hirnregionen Schizophrener (Thalamus einschlieslich aller grosen thalamischen Zellgruppen, gesamtes Striatum, Pallidum externum, Endhirnhemispharen und Kleinhirnhemispharen) keine degenerative Volumenschrumpfung aufweisen [1–5, 15].