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Zur klinischen Wertigkeit der zerebralen Dopamin-D2-Rezeptorszintigraphie

Zur klinischen Wertigkeit der zerebralen Dopamin-D2-Rezeptorszintigraphie

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ZusammenfassungDie vorliegende Arbeit gibt eine Übersicht über Befunde und klinische Indikationen zur Dopamin-D2-Rezeptorszintigraphie. Methoden zur Untersuchung der D2-Rezeptoren sind die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 11C- oder 18F-markierten Butyrophenonen oder Benza- miden oder die Einzelphotonen-Emissions-Tomographie (SPECT) mit 123l-lodobenzamid (IBZM). Die wichtigste neurologische Indikation ist die Differentialdiagnose des Parkinsonismus: In frühen Stadien des Morbus Parkinson findet sich eine Erhöhung der Striatalen D2-Rezeptorbin- dung (D2-RB) im Vergleich zu gesunden Normalpersonen. Patienten mit einem Steele-Richardson-Olszewski-Syndrom oder einer Multisystem- atrophie hingegen, die therapeutisch schwierig einzustellen sind, zeigen eine Verringerung der striatalen D2-RB. Das ebenfalls abzugrenzende medikamentös induzierte Parkinson-Syndrom beruht auf einer Blockade der D2-Rezeptoren, die durch die Dopamin-D2-Rezeptorszintigraphie nachgewiesen werden kann. Weitere mögliche Indikationen bestehen in der Psychiatrie: Bei schizophrenen Patienten, die mit Neuroleptika behandelt werden, ist die Bestimmung der »Receptor Occupancy« sinnvoll, um die optimale Medikamentendosis zu bestimmen. Außerdem ermöglicht die D2-Rezeptorszintigraphie bei diesen Patienten die Differentialdiagnose zwischen dem malignen Neuroleptikasyndrom und der febrilen Katatonie. Bei Suchterkrankungen könnte die Methode möglicherweise zur Prädiktion und Verlaufskontrolle neurochemischer Veränderungen im Rahmen einer Entwöhnungsbehandlung genutzt werden. Bei der Depression schließlich kann die Bestimmung der D2-RB die Wahl der Therapie für den Kliniker vereinfachen: Neue klinische Befunde deuten an, daß Patienten mit niedriger D2-RB gut auf eine medikamentöse Therapie ansprechen, während bei Patienten mit hoher D2-RB u.a. eine Schlafentzugsbehandlung aussichtsreich ist.

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