Medikamente zur Behandlung von Bewegungsstörungen
Medikamente zur Behandlung von Bewegungsstörungen
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Das Risiko, unter einer Therapie mit konventionellen Antipsychotika medikamenteninduzierte extrapyramidale Bewegungsstorungen (EPS) zu entwickeln, liegt bei ca. 5% pro Jahr (Kane et al. 1982). Nach einer zehnjahrigen Behandlung zeigen etwa 60% der Patienten entsprechende Symptome, davon ca. 31% eine Akathisie, 23% ein Parkinson-Syndrom und 32% tardive Dyskinesien (Janno et al. 2004). Das Risiko ist beialteren Patienten, bei solchen mit zerebraler Vorschadigung und bei Frauen erhoht. Neben der Gesamttherapiedauer ist auch die Anzahl der medikamentenfreien Intervalle —d. h. ein haufiger Wechsel zwischen Absetzen und Ansetzen der Medikamente — dyskinesiogen. Bestimmte Polymorphismen der D2-Rezeptorfamilie sowie der CYP2D6 stellen eine genetische Disposition dar.