Sonographische Analyse der Larynxelevation bei neurogener Dysphagie
Sonographische Analyse der Larynxelevation bei neurogener Dysphagie
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Original abstract
Ziel unserer Studie war die Analyse der vertikalen Larynxexkursion beim Schluckvorgang mittels Ultraschalluntersuchung bei Gesunden und bei Patienten mit neurogener Dysphagie. Dazu wird ein 7,5 MHz Linearschallkopf von der Seite longitudinal über dem Larynx plaziert und die Kontur des Zungenbeins und Schildknorpels dargestellt. Der Abstand zwischen Hyoid und Oberrand des Schildknorpels wird während der Larynxelevation mittels Videoaufzeichnung analysiert. Die mittlere Distanz wird in Ruhe und beim Schlucken (5 ml Wasser) ausgemessen und anschließend die relative Verkürzung der Distanz beim Schlucken berechnet. Normwerte wurden bei 42 Probanden (57 ±19 Jahre) ermittelt. Bei 18 Patienten (63 ±8 Jahre) lagen der neurogenen Dysphagie folgende Diagnosen zugrunde: zerebrale Ischämien: n=5, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS): n=3, Multiple Sklerose (MS): n=3, M. Parkinson: n=2, Multisystematrophie: n=2, Myasthenia gravis: n=1, Chorea Huntington: n=1, Myositis: n=1. Bei Gesunden ergab sich in Ruhe eine mittlere Distanz von 220 (± 30)mm und eine kürzeste Distanz von 85 (±11)mm während des Schluckens. Dies entsprach einer prozentualen Verkürzung um 61% (±3) unter physiologischen Bedingungen. Bei neurogener Dysphagie betrug die relative Larynxelevation lediglich 42% (±10) [p < 0,0001]. Absolut betrug die mittlere Distanz in Ruhe 185 (±45)mm und die kürzeste Distanz 105 (±18)mm während des Schluckvorganges. In unserer Pilotstudie konnten wir bei Patienten mit neurogener Dysphagie unterschiedlicher Ätiologie eine gegenüber Gesunden signifikant verminderte Larxnxelevation nachweisen. Vorteile einer Ultraschalluntersuchung des Schluckvorganges sind die nichtinvasive Quantifizierung der Larynxelevation und die Wiederholbarkeit der Untersuchung.