Auftreten eines Wolff-Parkinson-White-Syndroms bei elektrischer Stimulation des linken Vorhofs
Auftreten eines Wolff-Parkinson-White-Syndroms bei elektrischer Stimulation des linken Vorhofs
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Original abstract
Bei einem 35jahrigen Patienten mit rheumatischen Aortenvitium, Schweregrad III–IV, wurde im Rahmen einer diagnostischen Linksherzkatheterisierung auf transseptalem Wege eine bipolare Schrittmachersonde in den linken Vorhof gelegt. Durch elektrische Reizung einer eng umschriebenen Stelle an der linken, lateralen, oberen Vorhofwand trat bei einer Frequenz von 125/min reproduzierbar und sofort ein WPW-Syndrom auf, das nach Abschalten des Schrittmachers ohne Zeitverzogerung wieder verschwand. Durch Stimulation anderer Partien des linken und rechten Vorhofs mit gleicher Frequenz lies sich kein WPW-Syndrom auslosen. Es kam lediglich zu den bekannten bei artifizieller Vorhofstimulation auftretenden PQ-Verlangerungen. Es wird diskutiert, das eine bis dahin „stumme“, akzessorische Herzmuskelbrucke zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer aktiviert wurde. Die bei Vorhofstimulation mit hoheren Frequenzen beobachtete Verzogerung der av-Uberleitung kann die Aktivierung der Kammer uber das akzessorische Bundel ermoglichen.