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Endoprothetischer Glenoidersatz mit Rekonstruktionsschale (EPOCA RECO®)

Endoprothetischer Glenoidersatz mit Rekonstruktionsschale (EPOCA RECO®)

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Schmerzfreiheit, Wiederherstellung von Funktion und aktivem Bewegungsumfang im Schultergelenk bei irreversiblem Verlust der Rotatorenmanschette. Defektarthropathien mit Schwachung des korakoakromialen Bogens und Salvage-Operationen bei fehlgeschlagener Hemiendoprothese oder inverser Prothese. Akuter oder chronischer Infekt. Irreversible Nerven- oder Plexuslasionen. Insuffizienz des Musculus deltoideus oder des Musculus subscapularis. Neurologische Erkrankungen (z.B. Anfallsleiden, Morbus Parkinson, multiple Sklerose). Junge aktive Patienten. Deltoideopektoraler Zugang. Abtragung der Kopfkalotte bzw. Entfernung des fehlgeschlagenen Implantats. Periartikulare Arthrolyse unter Schonung neurovaskularer Strukturen. Praparation des Glenoids und Drei-Punkt- Fixierung der Rekonstruktionsschale (EPOCA RECO®) an Glenoid, Akromion und Processus coracoideus. Einzementieren eines Polyethyleninlays. Zementierte oder zementfreie Implantation einer Humeruskomponente in 25° Retroversion zur Humerusschaftachse. Rekonstruktion des Musculus subscapularis. Lagerung des Arms in einem Gilchrist-Verband. Passive und aktiv-assistierte Beubung unter Einbeziehung einer motorisierten Bewegungsschiene. Von 2002 bis 2007 wurden insgesamt 35 Glenoid-Rekonstruktionsschalen (EPOCA RECO®) bei 34 Patienten (sechs Manner, 28 Frauen – einmal beidseits im Abstand von 8 Monaten) implantiert. Bei funf Patienten ist die Rekonstruktionsschale EPOCA RECO® aufgrund einer Major- Komplikation bereits wieder ausgebaut worden. Drei Patienten waren verstorben oder konnten aufgrund einer prafinalen Erkrankung nicht nachuntersucht werden. Drei Patienten wunschten keine Nachuntersuchung. Die verbleibenden 23 Patienten (drei Manner, 20 Frauen, Durchschnittsalter bei Operation 76 Jahre [64–88 Jahre]) wurden 2 Jahre (4–60 Monate) postoperativ nachuntersucht. Der altersadaptierte Constant-Score betrug praoperativ 21 und verbesserte sich postoperativ signifikant (p < 0,001) auf 58. Es war eine signifikante Schmerzreduktion zu verzeichnen. Die Bewegungsumfange konnten insgesamt verbessert werden (pra-/postoperativ): Elevation 37,2°/65°; Innenrotation 14,8%/50%; Ausenrotation 11,3%/47,5%. Alle Patienten wurden sich der Operation wieder unterziehen. Es waren funf Major- und zwei Minor-Komplikationen innerhalb der Nachuntersuchungszeit (maximal 5 Jahre, Komplikationsrate 20%) zu verzeichnen.

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