Bedeutung neuer Dopaminrezeptoren für die Wirkung von Clozapin
Bedeutung neuer Dopaminrezeptoren für die Wirkung von Clozapin
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Original abstract
Die Dopaminhypothese der Schizophrenie in ihrer klassischen Form postuliert, das die Symptome dieser Geisteskrankheit durch Uberaktivitat zentraler dopaminerger Systeme verursacht werden. Diese Hypothese basiert fast ausschlieslich auf indirekten Evidenzien wie z. B. der Beobachtung, das antidopaminerge Eigenschaften ein gemeinsames Merkmal klinisch wirksamer Neuroleptika sind und das Amphetamin, welches im Gehirn Dopamin freisetzt, bei Gesunden Psychosen auslosen kann. Auch die Tatsache, das Neuroleptika bei Patienten motorische Storungen bewirken, wie sie als Ausdruck eines Dopaminmangels bei der Parkinson-Krankheit auftreten, konnte zwanglos als Folge der Blockade striataler Dopaminrezeptoren erklart werden (Carlsson 1978). Die Dopaminhypothese erfuhr eine weitere Verfeinerung durch die Entdeckung, das sich Dopaminrezeptoren in D-1- und D-2-Typen einteilen lassen, und das die in vitro Affinitaten von Neuroleptika zu D-2-Rezeptoren mit den klinischen Dosen korrelieren (Seemann 1980).