EKT: Praktische Durchführung im Interesse raschen Therapieerfolges
EKT: Praktische Durchführung im Interesse raschen Therapieerfolges
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Original abstract
Die Elektrokonvulsiontherapie (EKT) sollte den Anforderungen optimaler therapeutischer Wirksamkeit und Vertraglichkeit in der Behandlung psychiatrischer Erkrankungen gerecht werden. Die Hauptindikation der EKT stellen sehr ausgepragte endogendepressive (melancholische) Syndrome dar, allerdings wird die EKT auch in der Behandlung deliranter Syndrome, katatoner Zustandsbilder, schizoaffektiver Psychosen, von Wochenbettpsychosen, psychogener Verwirrtheit sowie des malignen neuroleptischen Syndroms und schwerer Parkinson-Syndrome erfolgreich eingesetzt (Ottosson 1987). Die Grundlage der antidepressiven Wirkung der EKT stellt der Grand-mal-Anfall dar; die EKT ist somit eine „konvulsive“ und keine „elektrische“ Behandlungsmethode. Es ist unwahrscheinlich, das die Beteiligung eines jeden Hirnanteils am epileptischen Geschehen fur den Therapieerfolg gleichermasen bedeutsam ist, vielmehr erscheint das Erreichen hypothalamischer Strukturen durch die Anfallsaktivitat entscheidend fur das Erreichen antidepressiver Wirksamkeit (Fink u. Nemeroff 1989; Fink u. Ottosson 1980; Ottosson 1962). Es sollte somit eines der Hauptziele der EKT-Durchfuhrung sein, eine Beteiligung tiefer, hypothalamischer Strukturen am Anfallsgeschehen zu sichern. Weiterhin sollte die EKT-Technik eine Minimierung der unerwunschten Wirkungen anstreben. Diese beiden Hauptanforderungen an die EKT konnen in den Begriffen optimaler Wirksamkeit und Sicherheit zusammengefast werden.