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Aktivierung von Mikrogliazellen bei subkortikaler zerebraler Mikroangiopathie

Aktivierung von Mikrogliazellen bei subkortikaler zerebraler Mikroangiopathie

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Subkortikale zerebrale Mikroangiopathien stellen eine Gruppe von heterogenen Erkrankungen dar, die die zerebrale Mikrozirkulation beeinträchtigen und zu tiefen Marklagerläsionen führen können. Der Schwerpunkt dieser Studie lag auf der Charakterisierung von Veränderungen der Mikrogliazellen beim Auftreten tiefer Marklagerläsionen in menschlichen Gehirnen mit subkortikaler zerebraler Mikroangiopathie. Die Gehirne durften keinerlei neurodegenerative Erkrankungen wie M. Alzheimer oder M. Parkinson aufweisen. Es wurde mit Dickschnitten und Doppelfärbungen für Iba1 / UEA-1 und CD68 / Kollagen IV gearbeitet. Die untersuchte Kohorte (n=14) setzte sich zusammen aus: 5 Gehirne mit sporadischer SVD (Engl. Small Vessel Disease = sporadische Mikroangiopathien), 5 Gehirne mit SVD+VBI (Engl. Small Vessel Disease + Vascular Brain Injury = Mikroangiopathien und weitere entfernt liegende zerebrovaskuläre Krankheiten; vaskuläre Hirnveränderungen) und 4 Gehirne dienten als Kontrolle. Es konnten aktivierte Iba1-positive Mikrogliazellen innerhalb der tiefen Marklagerläsionen nachgewiesen werden. Parenchymal konnte auf eine generalisierte Aktivierung der CD68-positiven Zellen geschlossen werden. Die Zellen waren beim Vorkommen von subkortikaler zerebraler Mikroangiopathie und weiteren vaskulären Hirnveränderungen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich vergrößert. Perivaskulär führte das Vorhandensein von tiefen Marklagerläsionen zu einem Anstieg der Zelldichte. Die Veränderungen im Hinblick auf die Zellgröße waren perivaskulär weniger stark ausgeprägt. Die Ergebnisse der hier vorliegenden Studie legen nahe, dass die Aktivierung und / oder Transformation von Mikrogliazellen in Abwesenheit von M. Parkinson oder M. Alzheimer bei subkortikaler zerebraler Mikroangiopathie vermehrt stattfindet. Sowohl das Auftreten von sporadischen Mikroangiopathien als auch das Vorhandensein von Mikroangiopathien und weiteren zererbrovaskulären Erkrankungen zeigten einen Effekt auf die Dichte und Aktivierung von Mikrogliazellen. Bezogen auf die hohe Anzahl von Patientinnen und Patienten, die zerebrovaskuläre Risikofaktoren und teils asymptomatische zerebrovaskuläre Hirnveränderungen zeigen, sollte die Forschung auf diesem Gebiet weitergeführt werden.

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