Differenzialdiagnostik des neurodegenerativen Parkinson-Syndroms mit nuklearmedizinischen Verfahren
Differenzialdiagnostik des neurodegenerativen Parkinson-Syndroms mit nuklearmedizinischen Verfahren
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Die korrekte Differenzierung der atypischen Parkinson-Syndrome (APS; Multisystematrophie, MSA; progressive supranukleare Blickparese, PSP; kortikobasale Degeneration, CBD) vom idiopathischen Parkinson-Syndrom (Morbus Parkinson, PD) ist von herausragender therapeutischer und prognostischer Bedeutung. In der vorliegenden Ubersichtsarbeit werden die typischen Befunde, ihre neuropathologischen Korrelate und die diagnostische Wertigkeit der in der klinischen Routine eingesetzten nuklearmedizinischen Verfahren erortert und kritisch bewertet. Nach aktuellem Kenntnisstand erlaubt die [18F]FDG-PET eine sehr genaue Trennung zwischen PD und APS und ist hierbei der [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM-SPECT sowie [123I]MIBG-Szintigrafie deutlich uberlegen. Zudem ermoglicht die [18F]FDG-PET als einziges der vorgenannten Verfahren eine zuverlassige Differenzierung zwischen den APS-Subgruppen. Aktuelle Studien untersuchen zudem den moglichen Nutzen der [18F]FDG-PET fur die Risikostratifizierung hinsichtlich Demenz bei PD-Patienten. Ist die [18F]FDG-PET nicht verfugbar, bietet sich nach Meinung der Autoren vorrangig die [123I]IBZM-SPECT oder die SPECT der regionalen zerebralen Perfusion an, wobei der diagnostische Nutzen der letzteren bisher nur unzureichend untersucht wurde.