Langzeiteffekte der Tiefen Hirnstimulation mit kurzen Pulsbreiten bei Patienten mit Parkinson-Krankheit
Langzeiteffekte der Tiefen Hirnstimulation mit kurzen Pulsbreiten bei Patienten mit Parkinson-Krankheit
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Original abstract
Die tiefe Hirnstimulation (THS) des Nucleus subthalamicus (STN) ist eine etablierte Behandlung für Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit (PK). Das Therapieverfahren ermöglicht eine deutliche Verbesserung von Lebensqualität, motorischen und nicht-motorischen Symptomen sowie eine Reduktion der dopaminergen Medikation. Frühere Studien deuteten darauf hin, dass die Verwendung von kurzen Pulsbreiten das therapeutische Fenster vergrößern und gleichzeitig die motorische Symptomkontrolle aufrechterhalten könnte. In dieser monozentrischen, doppelblinden, randomisierten Crossover-Studie wurde an 19 Patienten mit Parkinson-Krankheit und STN-THS untersucht, ob die Stimulation mit einer kurzen Pulsbreite von 30μs über einen Zeitraum von 4 Wochen bei Parkinson-Patienten die gleiche motorische Kontrolle ermöglicht wie die herkömmliche 60μs-Stimulation. Die Ergebnisse zeigen keinen Unterschied in der Kontrolle der motorischen Symptome zwischen den beiden Behandlungsbedingungen. Bei den sekundären Ergebnissen gab es keinen Unterschied beim Energieverbrauch, bei den nicht-motorischen Symptomen, bei den Nebenwirkungen und bei der Messung der Lebensqualität. Auf individueller Ebene waren die Patienten, die 30µs bevorzugten, in der 60µs-Einstellung tendenziell dyskinetischer, während die Patienten, die 60µs bevorzugten, in der 30µs-Einstellung mehr Zeiten im OFF-Zustand hatten. Diese Resultate legen nahe, dass kurze Impulsbreiten (30µs) die gleiche motorische Symptomkontrolle wie die konventionelle Stimulation (60µs) ohne Unterschiede in der Energieeffizienz bieten. Künftige Studien mit höheren Patientenzahlen sind erforderlich, um dieses Ergebnis zu bestätigen und einen potenziellen Nutzen kurzer Pulsbreiteneinstellungen bei Patienten mit ausgeprägter Dyskinesie zu untersuchen, um eine bestmögliche therapeutische Effektivität der tiefen Hirnstimulation für dieses Patientenkollektiv zu ermöglichen.