Atypische Parkinsonsyndrome – Neues aus Diagnostik und Therapie
Atypische Parkinsonsyndrome – Neues aus Diagnostik und Therapie
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Original abstract
Die meisten Patienten mit Parkinsonismus leiden an einem idiopathischen Parkinsonsyndrom (idiopathic Parkinson`s disease=IPD), doch prasentiert sich eine betrachtliche Minderzahl mit zusatzlichen atypischen Symptomen. Diese als atypische Parkinsonsyndrome (atypical parkinsonian disorders=APDs) bezeichneten Erkrankungen, konnen (differenzial-) diagnostische Schwierigkeiten bereiten. Allen APDs gemeinsam sind die rasche Progression und der haufig schlecht oder gar nicht auf Levodopa ansprechende Parkinsonismus. Neben der Multisystematrophie (MSA) und der Demenz mit Lewy-Korperchen (Dementia with Lewy bodies=DLB), die zusammen mit dem IPD zu den α-Synucleinopathien gezahlt werden, werden die progressive supranukleare Blickparese (PSP) und kortikobasale Degeneration (CBD; beides Tauopathien) dem Komplex der APDs zugeordnet. In den letzten Jahrzehnten lieferten eine Fulle von wissenschaftlichen Studien zahlreiche neue Erkenntnisse und steigerten damit auch das Bewusstsein fur die APDs in der Klinik. Durch die Anwendung moderner Untersuchungsverfahren in Kombination mit internationalen Diagnosekriterien kann verlasslicher denn je die Diagnose eines APD gestellt werden. Dieser Artikel gibt einen Uberblick uber die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Diagnostik und Therapie auf dem Gebiet der APDs.