Mit Sturzangst verbundene Gangmerkmale bei hospitalisierten Menschen mit Parkinson-Krankheit
Mit Sturzangst verbundene Gangmerkmale bei hospitalisierten Menschen mit Parkinson-Krankheit
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Hintergrund: Die Angst zu stürzen ist bei Menschen mit Parkinson-Krankheit häufig und geht mit deutlichen Gangveränderungen einher. Ziel der vorgelegten Arbeit ist es darzustellen, wie eine quantitative Gang-Bewertung das Verständnis des Sturzangst-bezogenen Gangs bei hospitalisierten geriatrischen Patienten mit einer Parkinson-Krankheit verbessern kann und die Erkenntnisse in künftige Behandlungskonzepte integriert werden können. Methode: In dieser Querschnittsstudie an 79 Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit wurde die Angst zu Stürzen mit der Falls Efficacy Scale-International bewertet. Während des normalen Gehens erfolgte die Aufzeichnung von räumlich-zeitlichen Gangparametern durch ein mobiles Ganganalysesystem mit Trägheitsmesseinheiten an beiden Füßen. Darüber hinaus wurden demografische Parameter, krankheitsspezifische motorische (anhand des motorischen Scores der Unified Parkinsons Disease Rating Scale, Hoehn-und-Yahr-Skala) und nicht motorische Scores (Non-motor Symptoms Questionnaire, Montreal Cognitive Assessment) erhoben. Ergebnisse: Anhand der Falls Efficacy Scale-International gaben 22,5% geringe, 28,7% mäßige und 47,5% der Probanden große Befürchtungen an, stürzen zu können. Die meisten Bedenken bestehen beim Gehen auf rutschigem und unebenem Untergrund und beim Hinauf – oder Hinabgehen eines Hanges. Im Regressionsmodell erklärten frühere Stürze, stärkere depressive Symptome, die Verwendung von Gehhilfen, das Vorhandensein von Gangstörungen und eine geringere Geschwindigkeit 42% der Falls Efficacy Scale-International-Varianz. Schlussfolgerung: Diese Studie legt nahe, dass die Angst zu Stürzen eng mit Gangveränderungen bei hospitalisierten Patienten mit einer Parkinson-Krankheit zusammenhängt. Daher sollte der Sturzangst bei der Rehabilitation dieser Patienten besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.