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Validierung klinischer Tests zur Vereinfachung der Differenzialdiagnose des Parkinsontremors

Validierung klinischer Tests zur Vereinfachung der Differenzialdiagnose des Parkinsontremors

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Original abstract

Ziel dieser Studie war es einfache klinische Tests zur Differenzialdiagnose des Parkinsontremors (PT) zu entwickeln und zu validieren, um die Rate der Fehldiagnosen zu senken. Tremores werden in der Regel klinisch diagnostiziert. Es wurden zwei klinische Testverfahren untersucht, die auf dem propagierten Phänomen beruhen, dass der Ruhetremor nur beim Morbus Parkinson bei Bewegungsbeginn supprimiert wird. In die Studie eingeschlossen wurden 46 Patienten mit PT und 45 Patienten mit anderen Tremores, darunter 31 ET. Es wurden die folgenden Videosequenzen angefertigt: Nach Provokation eines Ruhetremors wurde im ersten Test ein Anhebemanöver des tremordominanten Arms durchgeführt, während im zweiten Test eine kombinierte Anhebe- und Zeigebewegung vollzogen wurde. Die Beurteilung der Tremorsuppression erfolgte anhand einer 5-Punkte-Skala durch einen (unverblindeten) erfahrenen Neurologen. Diese stellte auch die Referenz für die folgende Validitätsprüfung per Video durch vier verblindete Neurologen, darunter 2 Bewegungsstörungsexperten, dar. In der klinischen Untersuchung zeigten zwischen 85- 89 % der Parkinson-Patienten je nach Verfahren eine Tremorsuppression, und nur jeweils 3 Patienten aus der Vergleichsgruppe, darunter 2 ET. Die im Videorating erzielten Sensitivitäten (0,93 - 1,00) und Spezifitäten (0,84 - 0,96) waren jeweils sehr hoch. Die Interrater-Reliabilität zwischen den Videoratern war in beiden Testverfahren fast perfekt(kappa = 0,85 - 0,93). Durch die Beurteilung von Videosequenzen und der damit verbundenen Störanfälligkeit verloren die Testverfahren jedoch insgesamt an Genauigkeit. Die Beurteilung der Tremorsuppression ist somit ein einfacher, valider, reliabler und vor allem kostenneutraler klinischer Test, mit dessen Hilfe die Diagnose des Parkinsontremors vereinfacht wird. Besondere Kenntnisse sind zur Durchführung und Beurteilung des Tests nicht erforderlich. Eine Nativ-Beurteilung ist einer Videobeurteilung allerdings vorzuziehen. Das Ergebnis, dass die Tremorsuppression fast ausschließlich bei Parkinson-Patienten zu beobachten ist, legt den Schluß nahe, dass der PT und der ET trotz vieler Parallelen verschiedenen Pathophysiologien unterliegen könnten.

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