Neurohistopathologie des Drogentodes
Neurohistopathologie des Drogentodes
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Original abstract
Bei Drogenkonsumenten lasst sich ein breites Spektrum an Veranderungen im zentralen Nervensystem (ZNS) nachweisen. Die haufigsten Befunde resultieren aus ischamisch-hypoxischen Schadigungen und zerebrovaskularen Ereignissen. Systematische histologische, immunhistochemische und morphometrische Untersuchungen an polytoxikomanen Drogentoten konnten tiefgreifende morphologische Veranderungen nachweisen. Diese umfassen einen Nervenzellverlust, neurodegenerative Veranderungen, eine Abnahme der GFAP(„glial fibrillary acidic protein“)-positiven Astrozyten, eine ausgedehnte axonale Schadigung mit begleitender Mikrogliaaktivierung sowie reaktive und degenerative Veranderungen der zerebralen Mikrovaskulatur. Bei langfristigem Missbrauch von Amphetaminen, Methamphetamin und MDMA („Ecstasy“; 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin) wurde eine Neurotoxizitat mit einem erhohten Risiko fur das Entstehen eines Morbus Parkinson postuliert, das jedoch noch nicht eindeutig belegt wurde.