Zur Differenzialdiagnose von Parkinson-Syndromen
Zur Differenzialdiagnose von Parkinson-Syndromen
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Original abstract
ZusammenfassungDie Differenzialdiagnose der Parkinson-Syndrome gewinnt aufgrund prognostischer und therapeutischer Implikationen zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es in erster Linie um die Früherkennung atypischer Parkinson-Syndrome (APS) wie der Multisystematrophie (MSA), der progressiven supranukleären Blicklähmung (PSP), der kortikobasalen Degeneration (CBD) und der Demenz mit Lewy-Körpern (DLB). Diese Erkrankungen zeichnen sich neben der progredienten und häufig nicht L-Dopa-responsiven Parkinson-Symptomatik durch eine Vielfalt sogenannter Plus-Symptome aus. Letztere haben zum Teil Eingang in etablierte Diagnosekriterien gefunden. In den letzten Jahren konnte der Stellenwert von zusätzlichen Untersuchungsverfahren präzisiert werden, wenngleich die Datenlage derzeit noch keine laborgestützten Diagnosekriterien für die APS zulässt. Die folgenden Ausführungen zur Differenzialdiagnose wurden erarbeitet, um klinische Entscheidungsprozesse in der Diagnostik von Patienten mit einem Parkinson-Syndrom zu erleichtern.