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Klinik und Therapie der Parkinson-Psychose

Klinik und Therapie der Parkinson-Psychose

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Psychotische Symptome (Halluzinationen und Wahn) gehoren zu den schwersten Langzeitkomplikationen des M. Parkinson. Ihre Therapie fust auf der Erfassung und Behandlung akuter Ausloser, der Reduktion und Vereinfachung der M.-Parkinson-Medikation und dem Absetzen anderer potenziell psychoseauslosender Medikamente. Fuhren diese Masnahmen nicht zum Abklingen der Psychose bzw. ist die Psychose schwer und mit einer Schlaf-Wach-Rhythmus- oder Verhaltensstorung assoziiert, sollte eine Behandlung mit atypischen Neuroleptika begonnen werden. Clozapin ist die einzige Substanz mit erwiesener Wirksamkeit in der Therapie der Parkinson-Psychose. Niedrige Clozapindosen fuhren beim Grosteil der Patienten zu einer wesentlichen Besserung der Psychose, ohne die motorische M.-Parkinson-Symptomatik zu verschlechtern. Wegen des bekannten Agranulozytoserisikos sind fur die gesamte Dauer der Clozapintherapie regelmasige Blutbildkontrollen zwingend vorgeschrieben. Randomisierte, kontrollierte Studien erbrachten keine Evidenz fur eine Wirksamkeit von Quetiapin in der Therapie der Parkinson-Psychose. In Anbetracht der z. T. guten Erfahrungen im klinischen Alltag und der Ergebnisse fruherer offener Studien ist bei storenden Halluzinationen ohne Wahn ein primarer Therapieversuch mit Quetiapin gerechtfertigt. Bei manifester Parkinson-Demenz bzw. unzureichendem Ansprechen auf Clozapin bzw. Quetiapin sollte eine Therapie mit einem Cholinesterasehemmer eingeleitet werden.

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