In-vivo-Bildgebung „neuroinflammatorischer Veränderungen“ mit PET; Grundlagen und Anwendung bei Parkinson-Syndromen
In-vivo-Bildgebung „neuroinflammatorischer Veränderungen“ mit PET; Grundlagen und Anwendung bei Parkinson-Syndromen
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Original abstract
Mikroglia sind residente immunkompetente Zellen des Gehirns, die durch unspezifische Schadigung aktiviert werden. Im aktivierten Zustand exprimieren sie das „translocator protein 18 kD“ (TSPO) – fruher peripherer Benzodiazepinrezeptor genannt, an welches hochspezifisch das Isoquinolin PK11195 bindet. Radioaktiv markiert kann das R-Enantiomer [11C] PK11195 als Ligand in der Positronenemissionstomografie (PET) genutzt werden und ermoglicht so die in-vivo-Darstellung „aktiver“ neuroinflammatorischer Veranderungen. Mit der [11C](R) PK11195 PET konnte bisher in-vivo-Mikroglia-Aktivierung bei ischamischen (Schlaganfall), entzundlichen (Multiple Sklerose) und degenerativen (Morbus Alzheimer und Parkinson) Erkrankungen demonstriert werden. In der vorliegenden Kurzubersicht werden die Ergebnisse bei idiopathischen und atypischen Parkinson-Syndromen vorgestellt. Zusatzlich wurden in den letzten Jahren neue, teilweise 18F-markierte PET-Liganden mit unterschiedlichen Bindungseigenschaften entwickelt, die z. T. in klinischen Studien evaluiert wurden. Longitudinale Studien, kombiniert mit therapeutischer Intervention und neuropathologischer Evaluierung, werden helfen, die Beziehung von Lokalisation und Ausmas der Mikroglia-Aktivierung zur klinischen Krankheitsauspragung zu explorieren.