Aktuelle Therapieformen und die Relevanz der Darmmikrobiota bei Morbus Parkinson
Aktuelle Therapieformen und die Relevanz der Darmmikrobiota bei Morbus Parkinson
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Original abstract
Morbus Parkinson (MP) ist die zweit häufigste neurodegenerative Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft und durch charakteristische motorische Symptome wie Tremor, Rigor und Bradykinese gekennzeichnet ist. Neben diesen motorischen Symptomen leiden Parkinson-PatientInnen oft auch unter nicht-motorischen Beschwerden wie Schlafstörungen, Depressionen und kognitiven Beeinträchtigungen. Benannt ist diese Krankheit nach dem britischen Arzt James Parkinson, der sie erstmals im Jahr 1817 beschrieb. Die Pathophysiologie der Erkrankung umfasst den Verlust dopaminerger Neuronen im Gehirn sowie die Bildung von α-Synuclein-Ablagerungen, die als Lewy-Körperchen bekannt sind. In den letzten Jahren hat das Darmmikrobiom zunehmendes Interesse als potenzieller Einflussfaktor auf die Entstehung und den Verlauf des MP geweckt. Studien deuten darauf hin, dass Veränderungen im Darmmikrobiom mit der Pathogenese der Erkrankung in Verbindung stehen könnten. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Behandlung von Parkinson-PatientInnen, indem sie die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung von Mikrobiom und Pharmakotherapie hervorheben. Die vorliegende Arbeit beschreibt die pharmakologischen Therapien des MP und diskutiert die potenzielle Rolle des Mikrobioms bei der Krankheitsentstehung. Zudem werden mögliche Therapieansätze erörtert, die darauf abzielen, das Mikrobiom gezielt zu verändern. Parkinson's disease is the second most common neurodegenerative disease, affecting millions of people worldwide and is characterized by characteristic motor symptoms such as tremor, rigidity and bradykinesia. In addition to these motor symptoms, Parkinson's patients often also suffer from non-motor symptoms such as sleep disorders, depression and cognitive impairment. The disease is named after the British physician James Parkinson, who first described it in 1817. The pathophysiology of the disease involves the loss of dopaminergic neurons in the brain and the formation of α-synuclein deposits known as Lewy bodies. In recent years, the gut microbiome has attracted increasing interest as a potential factor influencing the development and progression of Parkinson's disease. Studies suggest that changes in the gut microbiome may be linked to the pathogenesis of the disease. These findings open new perspectives for the treatment of Parkinson's patients by emphasizing the importance of a holistic view of the microbiome and pharmacotherapy.This thesis describes the pharmacological therapies of Parkinson's disease and discusses the potential role of the microbiome in the pathogenesis of the disease. It also discusses possible therapeutic approaches aimed at specifically altering the microbiome. Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisch vorgelegt von Melanie Gratzer, BSc Masterarbeit Universität Graz 2024