L-18F-DOPA-PET bei Parkinson-Plus-Syndromen zum Nachweis einer gestörten präsynaptischen dopaminergen Funktion
L-18F-DOPA-PET bei Parkinson-Plus-Syndromen zum Nachweis einer gestörten präsynaptischen dopaminergen Funktion
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Original abstract
ZusammenfassungBei 14 Patienten mit Parkinson-Plus-Syndromen (PPLUS) wurden PET-Unter- suchungen mittels L-18F-DOPA unter Verwendung einer arteriellen Inputfunktion durchgeführt. Aufgrund von Modellannahmen konnte für den radioaktiven Tracer die Influxkonstante Ki in Abhängigkeit von Korrekturen der unspezifischen Aktivität im Kortex oder Zerebellum bestimmt werden. Die Ergebnisse wurden mit denen von 20 gesunden Kontrollen verglichen und im Hinblick auf die Intra- und Interuntersucher-Variabilität ausgewertet. Bei Patienten mit Parkinson-Plus-Syndromen war in allen Fällen die Influxkonstante Ki erniedrigt. Ihr Mittelwert betrug 0,154 (ml/Striatum/min) bei PPLUS gegenüber 0,690 (ml/ Striatum/min) bei Gesunden. Der Korrelationskoeffizient war für die Intraunter- sucher-Variabilität r = 0,973 und die Interuntersucher-Variabilität r = 0,879 bei Gesunden bzw. 0,989 und 0,973 bei PPLUS nach Korrektur der unspezifischen Aktivität über eine kortikale Region. Weder bei Gesunden noch bei PPLUS waren nach Korrektur der unspezifischen Aktivität über eine zerebellare Region Unterschiede der gemessenen Werte für Ki nachweisbar (p = 0,1). PET- Untersuchungen mittels L-18F-DOPA können das Ausmaß der nigrostriatalen Degeneration in vivo sicher erfassen. Aufgrund der irreversiblen Bindung von L-18F-DOPA innerhalb des Striatums läßt sich durch PET eine untersucherunabhängige Quantifizierung der gestörten präsynaptischen dopaminergen Funktion vornehmen.