Sexuelle Dysfunktion und Hyper-sexualität bei Morbus Parkinson
Sexuelle Dysfunktion und Hyper-sexualität bei Morbus Parkinson
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Original abstract
ZusammenfassungDas idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS) geht mit einer Reihe nicht motorischer Phänomene einher. Dabei spielen Störungen der Sexualfunktion und des Sexualverhaltens eine wichtige Rolle, da sie oft mit einer Verschlechterung der Lebensqualität und Zufriedenheit in der Partnerschaft verbunden sein können. Bei männlichen Parkinson-Patienten stehen erektile Dysfunktion, Ejakulationsstörungen und vermindertes sexuelles Verlangen im Vordergrund, wohingegen Frauen von verminderter Libido, unzureichender vaginaler Sekretion und Dyspareunie berichten. Anpassung der medikamentösen Therapie kann beim Beischlaf störende motorische Phänomene des IPS erfolgreich behandeln. PDE-5-Inhibitoren sind zur Behandlung der erektilen Dysfunktion auch bei IPS wirksam. Bei bis zu 10% der Patienten führt die medikamentöse Parkinsontherapie zu Hypersexualität, was für den Patient und dessen Umfeld eine erhebliche Belastung darstellt und strafrechtliche Konsequenzen haben kann. Behandler sollten sowohl sexuelle Dysfunktion als auch Hyper-sexualität offensiv erfragen und das Bewusstsein für das Auftreten dieser Symptome schärfen, um frühzeitig intervenieren zu können.