Digitale neuropsychologische Demenzdiagnostik mit dem Test-Set Cognitive Functions Dementia (CFD)
Digitale neuropsychologische Demenzdiagnostik mit dem Test-Set Cognitive Functions Dementia (CFD)
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Original abstract
Zusammenfassung: Die jüngsten Revisionen der Krankheitsklassifikationssysteme DSM-5 und ICD-11 stärken die Rolle der Neuropsychologie bei der Diagnose neurokognitiver Störungen. Zugleich ist eine gewisse Stagnation der neuropsychologischen Methodenentwicklung auf dem Gebiet der Demenzdiagnostik zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen des computergestützten Wiener Testsystems (WTS) das portable Test-Set Cognitive Functions Dementia (CFD) entwickelt und anhand der hier berichteten multizentrischen Beobachtungsstudie im klinischen Einsatz evaluiert. Bei guter Akzeptanz zeigten sich keine besonderen Anwendungsprobleme. Die 14 Hauptvariablen und 6 Indizes des CFD unterscheiden Demenz-Erkrankte ( n = 131) deutlich von Gesunden ( n = 407) sowie Personen mit Depression (n = 145), leichter kognitiver Störung (n = 57) und Morbus Parkinson ( n = 52). Im Vergleich zum Mini-Mental Status Test (MMST) ist das CFD sensitiver für diskrete Beeinträchtigungen neurokognitiver Funktionen. Die Ergebnisse belegen die Eignung des Test-Sets für die Demenz-Früherkennung und Differenzialdiagnostik Demenz vs. Depression.