Delir, Psychose und Demenz bei Morbus Parkinson
Delir, Psychose und Demenz bei Morbus Parkinson
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Original abstract
Die Entwicklung einer Demenzerkrankung ist ein haufiges Problem bei Patienten mit Idiopathischem Parkinsonsyndrom (IPS). Bis zu 80% dieser Patienten sind nach einer Erkrankungsdauer von 10 Jahren betroffen und bis zu 90% leiden zusatzlich unter mindestens einem neuropsychiatrischen Symptom. Literatursuche uber PubMed. Patienten mit Parkinson Demenz (PD) weisen eine andere Auspragung der kognitiven Defizite auf als Patienten mit anderen Demenzformen. Primar sind bei der PD die exekutive Funktion und visuell-raumliche Erkennung, aber auch Aufmerksamkeit und Gedachtnis betroffen. Gerade auch bei Patienten mit PD manifestieren sich neuropsychiatrische Symptome wie Delir, optische Halluzinationen, Angst, Stimmungsschwankungen und Verkennungen. Symptomatische Ursachen wie eine Infektion, Dehydrierung, Elektrolytstorung oder Anderungen der eingenommenen Medikamente sollten als diagnostische Masnahmen und zu therapeutischen Zwecken als erstes uberpruft werden. Zur weiteren differenzialdiagnostischen Einordnung sollte eine korperliche Untersuchung, eine orientierende kognitive Testung und ein kranielles MRT erfolgen. Bei klinischer Unsicherheit konnen weitere diagnostische Masnahmen wie eine Elektroencephalografie, Lumbalpunktion und nuklearmedizinische Untersuchungen fur jeden Patienten individuell diskutiert werden. Patienten mit IPS sollten regelmasig hinsichtlich kognitiver Beeintrachtigungen untersucht werden, um bei Zeichen einer moglichen Demenzerkrankung weitere diagnostische und therapeutische Masnahmen fruhzeitig einzuleiten. Weiterhin sollte bei diesen Patienten verstarkt auf neuropsychiatrische Symptome geachtet werden. Rivastigmin als Acetylcholinesterase-Hemmer, Neuroleptika wie Clozapin und Quetiapin sowie neuropsychologische Trainingsverfahren sind die im Vordergrund stehenden Therapieoptionen zur Behandlung der kognitiven Defizite, der Psychose und der Verhaltensauffalligkeiten.