Gesundheitliche Aspekte des Boxens
Gesundheitliche Aspekte des Boxens
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Beim Zufugen eines stumpfen Schadel-Hirn-Traumas mit einer passageren Bewusstlosigkeit (K.o.) kann die Aufprallgeschwindigkeit der Faust zum Kopf 10 m/s und mehr betragen. Je nach Gewichtsklasse kann die Kraft auf mehr als 5000 Newton ansteigen, sodass eine Translationsbeschleunigung des gegnerischen Kopfes erreicht wird, die mehr als das 50-Fache der Erdbeschleunigung (G) betragt. Boxen hat die hochste Inzidenz von Gehirnerschutterungen. Seit 1918 wurden im Boxen weltweit etwa 1500 todliche Verletzungen registriert, von denen eine Groszahl durch akute Subduralhamatome ausgelost wurde. 10–20% der Profiboxer leiden unter anhaltenden neuropsychiatrischen Folgeerkrankungen. Die chronische Boxer-Enzephalopathie droht vor allem bei hoherem Lebensalter, langer Karrieredauer, hoher Kampfzahl und schlechten Abwehrreflexen. Weitere Studien weisen auf eine Erhohung des Parkinson-Risikos mit der Zahl der Kampfe. Aus diesem Grund durfen beim Managerboxen keine Schlage gegen den ungeschutzten Kopf ausgefuhrt werden.