Die Tiefe Hirnstimulation als Behandlungsmethode bei Morbus Parkinson: ethische Konflikte und Handlungsstrategien
Die Tiefe Hirnstimulation als Behandlungsmethode bei Morbus Parkinson: ethische Konflikte und Handlungsstrategien
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Original abstract
Diese Masterarbeit mit dem Titel „Die Tiefe Hirnstimulation als Behandlungsmethode bei Morbus Parkinson: ethische Konflikte und Handlungsstrategien“ befasst sich mit dem Einsatz der Tiefen Hirnstimulation als Therapieverfahren zur Behandlung von Bewegungsstörungen, die im Zuge der Parkinson-Krankheit auftreten. Zunächst wird geklärt, was unter der Tiefen Hirnstimulation verstanden wird, welche Bestandteile ihr angehören und wie ein solches System funktioniert. Darauf folgt ein medizinischer Teil, in dem Parkinson als neurodegenerative Erkrankung mit einhergehender Neurotransmitterstörung beschrieben wird, die sich durch die drei Kardinalsymptome Akinesie, Rigor und Ruhetremor äußert. In weiterer Folge wird die Wirksamkeit des Einsatzes der Tiefen Hirnstimulation bezogen auf die Verbesserung der Bewegungsstörungen im Vergleich zu anderen Therapien anhand diverser Studien belegt. Gleichzeitig wird die Behandlungsmethode aber auch als invasives Verfahren eingestuft, das wesentliche Risiken und Nebenwirkungen beinhaltet. Mit der Beschreibung der vier medizinethischen Prinzipien, zu denen die Achtung der Autonomie, Schadensvermeidung, Wohltun und Gerechtigkeit gehören, wird anschließend ein Bezugsrahmen geschaffen, in dem der Frage nachgegangen werden kann, welche ethischen Konflikte sich bei der Behandlung von Parkinson mithilfe der Tiefen Hirnstimulation auftuen. Diesbezüglich werden u. a. schwerwiegende Nebenwirkungen infolge des operativen Eingriffs, Persönlichkeitsveränderungen, Mängel in der medizinischen Versorgung, Auswahl, Aufklärung und Nachbetreuung als konfliktbehaftete Angelegenheiten identifiziert. Um ihnen in einer ethisch angemessenen Art und Weise entgegentreten zu können, werden abschließend einige Handlungsstrategien ausgearbeitet, zu denen eine verbesserte Information von Patientinnen und Patienten, eine Sensibilisierung von Ärztinnen und Ärzten, eine ausgedehnte Dokumentation und Evaluation, eine Anpassung der Stimulationsparameter, ein Ausbau des Betreuungsangebots sowie eine Erweiterung der Forschungszusammenarbeit gehören. This master's thesis entitled “Deep brain stimulation as a treatment method for Parkinson's disease: ethical conflicts and strategies for action” deals with the use of deep brain stimulation as a therapeutic method for the treatment of movement disorders that occur in the course of Parkinson's disease. It begins by explaining what is meant by deep brain stimulation, what its components are and how such a system works. This is followed by a medical section in which Parkinson' is described as a neurodegenerative disease with an associated neurotransmitter disorder, which manifests itself in the three cardinal symptoms of akinesia, rigor and resting tremor. Subsequently, the effectiveness of the use of deep brain stimulation in terms of improving movement disorders compared to other therapies is demonstrated on the basis of various studies. At the same time, however, the treatment method is also classified as an invasive procedure that involves significant risks and side effects. With the description of the four medical ethical principles, which include respect for autonomy, avoidance of harm, beneficence and justice, a frame of reference is then created in which the question of which ethical conflicts arise in the treatment of Parkinson's using deep brain stimulation can be investigated. In this regard, serious side effects as a result of the surgical procedure, personality changes, deficiencies in medical care, selection, information and aftercare are identified as conflictual issues. In order to address them in an ethically appropriate manner, a number of strategies for action are developed in conclusion, including improved information for patients, sensitization of doctors, extensive documentation and evaluation, adaptation of stimulation parameters, expansion of the range of care offered and expansion of research collaboration. vorgelegt von Georg Stubenberger MEd Masterarbeit Universität Graz 2025