[Subacute sclerosing leukoencephalitis simulating acute epidemic encephalitis (acute encephalitic parkinsonism) with marked development of morular cells and Russell bodies].
[Subacute sclerosing leukoencephalitis simulating acute epidemic encephalitis (acute encephalitic parkinsonism) with marked development of morular cells and Russell bodies].
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Original abstract
Zusammenfassung Wahrend einer kleineren Epidemie grippaler Infekte mit leichteren meningitischencephalitischen Begleiterscheinungen kam es bei dem 23-jahrigen Patienten nach 2–3 monatigem Initialstadium zu einem sich rasch komplettierenden Parkinson-Syndrom mit generalisierten Myoklonismen. Unter Temperaturanstieg und Bewusstseinstrubung, fokalen Krampfzustanden und Paresen entwickelte sich eine Decorticationshypertonie mit akinetischem Mutismus. Das klinische Anfangsbild einer “akuten parkinsonistischen Encephalitis” hatte die Fehldiagnose epidemische Encephalitis ( Von Economo ) begrundet. Neuropathologisch ergab sich das Prozessbild einer subakuten sklerosierenden Leukoencephalitis mit nur sehr diskreten Demyelinisierungen sowie perivasalen und diffus-interstitiellen lympho-plasmocellularen Infiltrationen mit Maulbeerzellen und Bildung von Russell-Korperchen. Offensichtlich wurde neuropathologisch ein ganz bestimmtes Prozessstadium getroffen, das sich durch besondere immunologische Abwehrreaktionen kennzeichnet. Dem konnte der auffallige klinische Syndromwandel unter Temperaturanstieg und Anstieg der Liquorproteine—zumal -globuline—entsprechen. Die Annahme liegt nahe, dass die sozusagen sich verspatet einstellenden elektrencephalographischen Befunde mit den fur die SSLE typischen periodisch auftretenden Komplexen aus steilen und langsamen Wellen mit den klinischen Verlaufseigentumlichkeiten in Verbindung stehen.