RESEARCH / DISCOVERY
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[Trends in Prevalence of Parkinson's Disease in German General and Neurological Practices from 2010 to 2019].

[Trends in Prevalence of Parkinson's Disease in German General and Neurological Practices from 2010 to 2019].

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Zusammenfassung Hintergrund Bis 2040 wird mit einer erheblichen Prävalenzzunahme der Parkinson-Erkrankung und damit einhergehend mit einer erheblichen Belastung der Versorgungssysteme gerechnet. Ziel der Studie war es deshalb, eine Veränderung der Anzahl an Parkinson-Patienten bereits im Zeitraum 2010 bis 2019 in deutschen Haus- und neurologischen Facharztpraxen zu untersuchen. Methode Die vorliegende Querschnittstudie basiert auf den Daten von 411 Hausarzt- (HA) und 56 neurologischen Facharzt-Praxen (FA) aus der IQVIA Disease Analyzer Datenbank. Die Anzahl der etablierten und neu diagnostizierten Patienten mit Parkinson-Erkrankung wurde in den Jahren 2010 und 2019 mit Alters- und Geschlechtsstruktur und der Anteil therapierten Patienten untersucht.Ergebnisse Die Zahl der Parkinson-Patienten veränderte sich geringfügig zwischen 2010 bis 2019 von 3352 (0,36% aller Patienten) auf 3541 (0,33%) in den HA-Praxen und von 4976 (3,48%) auf 4826 (3,34%) in den FA-Praxen. Die Anzahl der neu diagnostizierten Fälle fiel bei den HA-Praxen leicht von 862 (0,09% aller Patienten) auf 836 (0,08%) und bei den FA-Praxen von 1818 (1,27%) auf 1372 (0,95% aller Patienten). Der Anteil an Frauen unter allen Parkinson-Erkrankten sank sowohl in HA- und FA- Praxen von 52,0% bzw. 50,2% auf 47,3% bzw. 46,0%. Das Durchschnittsalter stieg bei den HA-Praxen von 77,1 (SD 10,4) im Jahr 2010 auf 77,7 (SD 9,3) Jahre im Jahr 2019 und in FA-Praxen von 74,6 (SD 9,9) auf 75,8 (SD 9,9) Jahre. Diskussion Die prognostizierte Zunahme von Parkinson-Patienten in der ambulanten Versorgung lässt sich für den Zeitraum 2010 bis 2019 nicht bestätigen. Es gab jedoch eine Verschiebung der Altersstruktur zu höheren Altersgruppen und eine Verringerung des Anteils an Frauen mit einer Parkinson-Erkrankung. Neben ätiologischen Erklärungen sollten Besonderheiten des Versorgungssystems und methodische Limitationen berücksichtigt werden.

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